Glasfenster
Dauerausstellung, Bayerisches Nationalmuseum, München
Sakrale Atmosphäre im Museum
Die mittelalterlichen Farbglasfenster in der Technik der Schwarzlotmalerei stammen aus der Regensburger Minoritenkirche. Ihr Chor wurde in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts mit den prächtigen Fenstern mit biblischen Darstellungen ausgestattet. Die anspruchsvolle Aufgabe für DIE WERFT bestand darin, die tonnenschweren, aber fragilen Objekte in die räumlichen Gegebenheiten des Bayerischen Nationalmuseums unter optimalen konservatorischen Bedingungen einzubinden und gleichzeitig eine ähnliche Wirkung zu erzielen wie im ursprünglichen sakralen Umfeld.
Raumhohe Einbauten vor den Bestandfenstern, mit passgenauen Passepartouts nehmen die teilweise nicht vollständig erhaltenen Scheiben auf. Sie ermöglichen weiterhin den Zugang zu den Bestandsfenstern und Heizungen und sind mit verschiedenen konservatorischen Funktionen ausgestattet. Die Rückseiten bieten Verdunklung, Isolierung zum Hitzeschutz und aktive Hinterlüftung. Die technisch anspruchsvolle und filigrane Objektmontage erfolgte von vorne – flächenbündig – in die hellen, farblich zurückhaltenden Trägerelemente.
Die gleichmäßige Hinterleuchtung bringt nun die Farben der mittelalterlichen Fenster wieder stimmungsvoll zur Geltung.
Auftraggeber: Bayerisches Nationalmuseum, München
Dimension: 250 m2 Ausstellungsfläche
Fertigstellung: 2026
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