Tag der Weltmaschine
Temporäre Ausstellung und Veranstaltung, Max-Planck-Gesellschaft, München
Den Urknall hautnah erleben
Groß war die Aufregung, als im Jahr 2009 am Forschungsinstitut CERN bei Genf der weltweit größte Teilchenbeschleuniger »Large Hadron Collider« (LHC) in Betrieb genommen wurde. Schon die Aussicht auf »Simulationen des Urknalls« sorgte für Spannung, bis hin zur (unbegründeten) Angst, dass der LHC schwarze Löcher produzieren könnte, die die Welt verschlingen.
Was aber war die tatsächliche Motivation der Forscher, eine so gigantische Maschine (Umfang: 27 Kilometer) zu bauen und was habe ich ganz persönlich von solchen Forschungen? Die Antworten auf genau diese Fragen wollte das Max-Planck-Institut für Physik anlässlich des zweijährigen Bestehens des LHC in einer großen Ausstellung zum »Tag der Weltmaschine« in München geben. Dafür wandte sich das Institut vertrauensvoll an Die Werft.
In mehreren Workshops mit den Wissenschaftlern erarbeiteten wir ein Konzept, das den Teilchenbeschleuniger direkt zum Anfassen nach München holte: Hierfür wurde der Kontrollraum eines maßgeblich vom Max-Planck-Institut entwickelten Detektors, des so genannten ATLAS-Detektors, in den Ausstellungsräumen nachgebaut: Auf großen Monitoren wurden die Besucher Zeuge einer Teilchenkollision und erlebten hautnah, wie dabei neue Materie entsteht. Flankiert wurde diese beeindruckende Simulation durch zahlreiche Original- und Hands-on-Exponate, die den Besuchern die hochkomplexe Welt der Teilchenphysik im Wortsinne begreifbar und erlebbar machten.
Auftraggeber: Max-Planck-Gesellschaft, München
Dimension: ca. 300 m2
Fertigstellung: 2011
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