Myanmar. Von Pagoden, Longyis und Nat-Geistern.

Dauerausstellung, Museum Fünf Kontinente, München

Reise in ein faszinierendes Land

Sie sind das Souvenir für Touristen und auch im Land selbst allgegenwärtig: Die bunten Seidenschirme Myanmars, mit denen sich die Einwohner vor der Sonne schützen.

In der von uns gestalteten Ausstellung des Museum Fünf Kontinente in München fungieren die Schirme als Leitobjekte, denen die Besucher während ihres Rundgangs immer wieder begegnen. Inszeniert ist dieser Rundgang als eine Reise durch zwölf faszinierende Themenräume, die am zentralen Marktplatz in einer von Myanmars Großstädten beginnt und über buddhistische Klöster, Fluss- und Seenlandschaften bis in die abgelegenen Bergregionen des Landes führt. In jedem Raum begegnen die Besucher dabei typischen Vertretern der jeweiligen Region, die ihrerseits auf dem Weg zum Markt sind. Gekleidet sind diese Repräsentanten in traditionellen Gewänder – etwa den Longyi-Rock. Diese Gewänder verdankt das Museum seinem ehemaligen Direktor, Lucian Scherman, der 1911 eine Forschungsreise durch Myanmar unternommen hat.

Die Szenographie der Ausstellung verschmilzt zwischen realer Fotografie, dreidimensionalen Aufbauten und abstrakter Illustration und schafft so für jede Region einen einzigartigen Raumeindruck, der als Kulisse für die Originalexponate fungiert. So ist der Raum der »Inle«-Seenlandschaft in tiefes Türkisblau getaucht und präsentiert ein Original-Ruderboot, wie es von den Ein-Bein-Ruderern des Inle-Sees genutzt wird. Die nachgebaute Fassade eines Pfahlhauses komplettiert das Bild und gibt Einblicke in hand-werkliche Traditionen der Region.

Am Ende des Ausstellungsbesuchs findet der Besucher sich dort wieder, wo er begonnen hat:
Auf dem lärmenden Markt mit seinen landes-typischen Waren.

Auftraggeber: Museum Fünf Kontinente, München

Dimension: 1.000 m2 Ausstellungsfläche
1.300 m2 Wandbespannungsfläche

Fertigstellung: 2013

https://museum-fuenf-kontinente.de

Projektauswahl